Archiv: Wahlflyer Direktkandidatur 2006
Liebe Wählerinnen und Wähler,
bei den Berliner Abgeordnetenhauswahlen am 17. September 2006 kandidiere ich auf Platz 10 der Landesliste von Bündnis 90/Die Grünen und als Direktkandidat in Tempelhof-Schöneberg (Wahlkreis 1: Schöneberg-Nord).
Vielfalt anerkennen
Kaum ein Stadtteil Berlins ist so vielfältig wie der Norden Schönebergs. Zwischen dem Bayerischen Viertel und den Yorckbrücken leben und arbeiten Wohlhabende und Arme, Familien und Singles, Lesben und Schwule, Menschen unterschiedlicher Herkunft. Das ist eine Chance, aber das geht auch nicht konfliktfrei. Die Anerkennung von Vielfalt ist ein erster Schritt zur gegenseitigen Akzeptanz. Diese zu fördern, ist mein Ziel.
Beteiligung ermöglichen
Im Schöneberger Norden hat konsequente Einwohnerbeteiligung viel bewirkt. Das Pallasseum und seine Umgebung ist ein Ort geworden, wo die Menschen wieder gerne wohnen. So wie in diesem Quartiersmanagementgebiet sollen AnwohnerInnen auch in anderen Vierteln mitgestalten können. Die Planungen für das Gleisdreieck bieten dazu eine Riesenchance. Hierzu biete ich meine Unterstützung an.
Stadt der Kinder schaffen
Familien haben es in der verdichteten Innenstadt nicht leicht. Verkehrssicherheit, kostengünstige Kitaplätze und gute Schulen sind da nur einige Aspekte. Kinder brauchen Platz zum Toben auf Spiel- und Bolzplätzen und in der Natur. Deswegen setze ich mich für den Erhalt und die Pflege des innerstädtischen Grüns ein. Kitas und Schulen sollen Lern- und Lebensorte individueller Förderung werden. Gemeinsame Projekte unterschiedlicher Jugendgruppen können Konflikte abbauen.
Alt und Jung zusammenbringen
SeniorInnen wollen an Kultur und Freizeit teilhaben. Hier muss das Angebot die Vielfalt, z. B. auch MigrantInnen, Lesben und Schwule, berücksichtigen. Barrierefreiheit kommt allen Menschen zu Gute. Ich unterstütze neue Wohnformen im Alter und in der Pflege. Als Vorstandsmitglied des Vereins www.swa-berlin.de [Selbstbestimmtes Wohnen im Alter e. V.] setze ich mich insbesondere für Menschen mit Demenz ein. Dabei erlebe ich immer wieder: Die Begegnung von Jungen und Alten bringt beiden Seiten Gewinn. Deswegen befürworte ich entsprechende Konzepte.
Gleiche Rechte erstreiten
Seit vielen Jahren streite ich für die Rechte von Lesben und Schwulen auf Bundes- und auf Berliner Ebene. Rot-rot war da eine Enttäuschung. Unseren Entwurf für ein Landesantidiskriminierungsgesetz hat die rot-rote Koalition um die wichtigsten Punkte (Schule/Jugendhilfe/Sport) beschnitten. Die HIV-Prävention ist unterfinanziert und muss ansprechender werden. In der Schule ist Aufklärung über verschiedene Lebensweisen noch immer die Ausnahme. Das möchte ich ändern.
Verwaltung bürgerfreundlicher machen
Bei allen Fortschritten, die Berliner Verwaltung ist noch lange kein Aushängeschild. Verwaltungsreform muss immer die Menschen in den Mittelpunkt stellen. Das heißt Service aus einer Hand, unterstützt durch moderne Informationstechnik. Dazu gehören auch zuverlässige Bearbeitungsfristen. Hält sich die Behörde nicht an ihre zugesagte Frist, sollen die KundInnen Säumnisgebühren erhalten. Wohnortnahe Jobbörsen sollen die anonymen Jobcenter ergänzen.
Für diese Ideen bitte ich um Ihre Erststimme
Thomas Birk